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Mehr Hilfe für verletzte Greifvögel – Minister Krischer besucht Bergische Greifvogelhilfe in Rösrath

Mehr Hilfe für verletzte Greifvögel – Minister Krischer besucht Bergische Greifvogelhilfe in Rösrath

Das Land Nordrhein-Westfalen sichert die Zukunft der Greifvogelstationen und fördert zusätzliches Personal

06.08.2025

Nordrhein-Westfalen stärkt den Schutz verletzter Greifvögel und Eulen: Künftig fördert das Land bei drei landesweit bedeutsamen Greifvogelstationen auch eine hauptamtliche Vollzeitkraft. Bislang unterstützt das Land die Sachausgaben für Pflege, Futter und medizinische Versorgung. Umweltminister Oliver Krischer stellte die erweiterte Förderung am Mittwoch, 6. August 2025, bei einem Besuch der Bergischen Greifvogelhilfe in Rösrath vor. Dort werden jedes Jahr mehr als 400 verletzte Greifvögel und Eulen versorgt – die meisten können nach erfolgreicher Pflege wieder ausgewildert werden.

„Greifvogelstationen erfüllen eine wichtige Aufgabe für den Arten- und Tierschutz. Sie arbeiten mit großem persönlichen Einsatz und oft am Limit. Damit dieses Engagement auch in Zukunft möglich bleibt, unterstützen wir die Stationen jetzt zusätzlich mit einer festen Personalstelle“, sagte Minister Krischer.

Die Förderung erhalten die Bergische Greifvogelhilfe in Rösrath (Regierungsbezirk Köln), die Vogelpflegestation Essenthoer Mühle e.V. in Marsberg (Regierungsbezirk Arnsberg) und die NABU-Ausgewöhnungsstation in Wesel (Regierungsbezirk Düsseldorf). Alle drei Stationen werden ehrenamtlich betrieben und sind seit Jahrzehnten zentrale Anlaufstellen für verletzte Greifvögel und Eulen in Nordrhein-Westfalen. Im vergangenen Jahr wurden die drei Stationen zusammen mit rund 170.000 Euro gefördert. 

In Rösrath leitet Dirk Sindhu die Station mit einem kleinen Team von Freiwilligen. 2024 wurden hier rund 500 verletzte Greifvögel und Eulen aufgenommen, drei Viertel davon konnten wieder in die Natur entlassen werden. In diesem Jahr hat die Station bislang Landesförderungen in Höhe von rund 79.000 Euro erhalten – vor allem für Futtermittel, tiermedizinische Betreuung und Fahrtkosten. Mit der neuen Personalstelle sollen künftig die tägliche Versorgung und Pflege der Tiere noch besser abgesichert werden. „So entlasten wir die Ehrenamtlichen und sichern die Versorgung der Tiere langfristig“, sagte Sindhu. 

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