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Grüner, kühler, schöner

Klimaanpassung für gute Lernorte

Neues Förderprogramm für 1.000 coole Schulhöfe und 1.000 coole Kitas

Viele Schulhöfe und Kitagelände in NRW sind Betonwüsten – ohne Grün, ohne Schatten. Das Umweltministerium Nordrhein-Westfalen fördert deshalb seit 2020 die Entsiegelung und Begrünung von Schul- und Kitahöfen. Die Förderung läuft so erfolgreich, dass das Land sie 2026 massiv ausweitet. Im Rahmen der Zukunftsoffensive der Landesregierung investiert das Land in den kommenden Jahren 50 Millionen Euro in bis zu 1.000 coole Schulhöfe sowie weitere 50 Millionen Euro in bis zu 1.000 coole Kitas. Schulen und Kitas entsiegeln, begrünen und beschatten damit ihre Außenflächen und schützen sie so vor Hitze.

Das neue Förderprogramm des Landes NRW ist nicht identisch mit dem Wettbewerb „Coole Schulhöfe“ der Deutschen Umwelthilfe. In Kürze finden Sie weitere Informationen zum Start des neuen Förderprogramms des Landes NRW auf dieser Seite. Wenn Sie Interesse haben, schicken Sie uns gerne einen Hinweis an: coole-hoefe[at]munv.nrw.de (coole-hoefe[at]munv[dot]nrw[dot]de)

Was bisher geschafft wurde

Die Pausenhöfe von Schulen und die Außenflächen von Kitas sind bislang oft asphaltiert und wenig beschattet. In Hitzeperioden ist ein Aufenthalt auf diesen Flächen nur kurz möglich und bietet keinen Raum zur Erholung oder Gelegenheiten zum Spielen. Um das zu ändern, fördert das Umweltministerium Nordrhein-Westfalen seit 2020 „coole" oder klimaresiliente Schul- und Kitahöfe. Im Rahmen von insgesamt vier Förderprogrammen zur Anpassung an den Klimawandel konnten bislang knapp 100 Anträge zur Schulhofumgestaltung bewilligt werden. Über 40 Millionen Euro wurden dafür investiert. Auch zwei Kitas konnten bislang von einer finanziellen Unterstützung des Landes profitieren. Weiteren vier Kommunen stellen Land und EU aktuell im Rahmen einer EFRE-Förderung Mittel für die klimaangepasste Entwicklung von Kita-Geländen zur Verfügung. 

In vielen Schulen werden mit Hilfe dieser Förderprogramme asphaltierte Bereiche entsiegelt und an ihrer Stelle unter anderem klimarobuste und insektenfreundliche Bäume, Sträucher, Stauden und Blumen gepflanzt. Sie spenden Schatten und sorgen für ein gutes Mikroklima und Verdunstungskühle vor Ort. Maßnahmen zur Versickerung und Rückhaltung von Regenwasser und Starkregen werden ebenso umgesetzt wie das Anlegen von Beeten zum Selbstanbau von Gemüse, wodurch der verantwortungsvolle Umgang mit Lebensmitteln erlernt werden kann. Auf manchen Schulhöfen wurden sogar Grüne Klassenzimmer eingerichtet, um den Unterricht im Freien stattfinden zu lassen und dabei Schülerinnen und Schülern die Natur näherzubringen und sie für Umweltthemen zu sensibilisieren. Die Schulgelände werden so zu Erholungs-, Lern- und Spielorten für die Kinder und Jugendlichen und gleichzeitig zu kleinen Biotopen für heimische Pflanzen- und Tierarten. Bei den Kitas standen bislang insb. Sonnensegel und außenliegende Verschattungselemente im Vordergrund. Aber auch eine naturnahe Gestaltung und Begrünung der Kitagelände spielte eine Rolle.

Zu den erfolgreichsten Maßnahmen, die Schulen in Nordrhein-Westfalen bereits umgesetzt haben, zählen:

  • Klimarobuste Bäume, Sträucher und Stauden pflanzen
  • Blühflächen und Wildblumenwiesen anlegen
  • Regenwasser sammeln und Starkregen besser auffangen
  • Ein grünes Klassenzimmer mit Sitzstufen, Baumstämmen oder Holzbänken für den Unterricht im Freien schaffen
  • Naturerlebnisbereiche mit Totholz, Steinhaufen oder Insektenhotels als kleine Biotope gestalten
  • Sonnensegel oder begrünte Pergolen als zusätzliche Schattenspender errichten
  • Lebensräume für heimische Tiere schaffen, z. B. mit Vogel- und Fledermauskästen oder Nistmöglichkeiten
  • Kinder an der Planung, Pflanzung und Pflege beteiligen

Weitere Angebote zum Thema Schulhofgestaltung

Die Deutsche Umwelthilfe führt den Wettbewerb „Coole Schulhöfe“ unabhängig vom neuen Förderprogramm unter dem neuen Titel "KlimaFitte Schulhöfe" fort. 

Informationen zum Wettbewerb finden Sie direkt bei der Deutschen Umwelthilfe